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Weinreise ins Burgund – Genuss auf höchstem Niveau


Ein kleiner Reisebericht von Gastgeber Daniel Eisner zur diesjährigen Weinreise des Chasa Montana Hotel & Spa [ PDF ]

„Leben wie Gott in Frankreich“ – jetzt verstehen wir, was es mit dieser Redewendung wohl auf sich hat. Die Weinreise an die Côte d’Or hat unsere ohnehin schon sehr hohen Erwartungen noch übertroffen. Herrliche Natur, fantastische Restaurants, grosse Weine und wunderbare authentische Menschen, die Stolz (und das zu Recht) auf ihre Produkte sind – all das fanden wir vom 7. bis 10. Mai 2014 südlich und nördlich von Beaune. Wir, das sind Gerard Ligibel (Weinhändler und Burgunderspezialist), Markus Wilhelm (Weinhändler, Weinakademiker, Diplom-Sommelier und unsere Quelle für fast alle grossen Weine der Welt), Thomas Monsberger (Diplom-Sommelier und Chef de Service im Chasa Montana Hotel & Spa), Miska Poliakova (Diplom-Sommelière & Chef de Service im Silvretta Hotel & Spa), Magdalena Polikaova (Servicemitarbeiterin im Chasa Montana Hotel & Spa) sowie Carina Gruber und Daniel Eisner, Ihre Gastgeber im Chasa Montana Hotel & Spa.

 

Erstes Highlight unseres Ausfluges war die Verkostung auf der Domaine de la Romanée Conti. Eine geheimnisvolle, mystische Atmosphäre umgibt einen auf dem Weingut, voller Ehrfurcht betritt man das historische Gebäude. Am Werk sind aber doch „nur ganz normale Menschen“, die mit einer unglaublichen Präzision grosse Weine aus den besten Lagen um Vosne Romanée keltern. Schon die Fassproben der 2013er inklusive La Tâche, Richbourg, Romanée St. Vivant und La Romanée Conti liessen die künftige Gewalt dieser Weine erahnen. Dass Burgunder auch lange lagerfähig sind bewies die Verkostung des Grand Echezeaux aus den Jahrgängen 2001, 1990 und 1967 - allesamt in einem perfekten Zustand. Im Raritätenkeller der Domaine durften wir diese mit Aubert de Villaine geniessen. Einziger Wermutstropfen dieser Weine sind deren Preise, die meist im 4-  oder manchmal sogar im 5-stelligen CHF- Bereich liegen.

 

Der nächste Höhepunkt war eine intensive Besichtigung, eine noch intensivere Verkostung und ein herrliches Abendessen bei Domaine Chanson in Beaune. Chanson schafft es wohl, wie wenig andere, sowohl eine Vielzahl an hervorragenden Weissen als auch Rote Weine zu fairen Preisen zu präsentieren. Fantastisch zeigten sich vor allem der  Pernand-Vergelesses les Caradeux 2011 (weisser 1er Cru), der Beaune Clos des Mouches 2011 (weisser 1er Cru), der Meursault les Perrières 2011 (weisser 1er Cru), der Corton Vergennes 2010 (weisser Grand Cru), sowie die Roten Beaune Clos des Marconnets 2010 (1er Cru),  Corton 2010 (Grand Cru) & Chambertin Clos de Beze 2008 (Grand Cru). Eine Vielzahl der Weine von Chanson finden Sie übrigens auch auf unserer Weinkarte.

 

Weiter ging es nach Pommard, wo man uns auf dem Weingut von Lejeune äusserst freundlich empfing. Hier gab es zwar keine Grand Cru Weine zu verkosten, die verschiedenen Pommards aus 1er Cru Lagen (Les Poutures, Les Rugiens und les Argillières) konnten uns mit viel Charakter, Kraft, Länge und Harmonie aber ebenso überzeugen. Auch auf diesem Weingut liegt der Beweis, dass grossartige Burgunder nicht unbedingt teuer sein müssen.

 

Um uns von dem vielen Wein zwischendurch zu erholen, besuchten wir das geschichtsträchtige Hospices de Beaune. Schon seit Jahrhunderten und noch immer wird das Krankenhaus zu einem Teil aus den Versteigerungen der Weine (jedes Jahr im November) finanziert. Das Museum im Hospices de Beaune gehört zum Pflichtprogramm einer jeden Reise ins Burgund und ist es auch Wert besucht zu werden.

 

Selbstbewusst und modern erlebten wir am 3. Tag die Domaine de Lambray in Morey St. Denis. Durchaus sympathisch witzelte und lästerte man auf dem Weingut darüber, dass ein Nachbar immer noch ein paar Rebstöcke in der Grand Cru Lage Clos de Lambray besitze, was die Monopolstellung des Weingutes in dieser Lage verhindert. „Er will diese um keinen Preis verkaufen“, meinte Thierry Brouin, der Regisseur bei Domaine de Lambray.

Aja und noch zu den Weinen. Da gibt es nur ein Kommentar: „gross-grösser-Clos de Lambray“, viele verschiedene Weine gibt es auf dem Weingut nicht, man konzentriert sich beinahe nur auf diesen einen Grand Cru Wein, der definitiv zu den besten im Burgund zählt. Verkosten durften wir auch den weissen 1992er Puligny Montrachet, der aufgrund der kleinen Mengen nur von der Familie selbst getrunken wird. Grossartig mit welcher Frische am Gaumen sich dieser Weisse 1er Cru nach über 20 Jahren zeigte, seine Aromen perfekt, sein Abgang gewaltig.

 

Wir konnten vor dem Besuch des fünften und letzten Weingutes gar nicht glauben, dass es immer noch auf solch hohem Niveau weitergeht. Wir wurden aber eines besseren belehrt. Auch die Domaine Rossignol-Trappet in Gevrey Chambertin, ein Weingut, dass nach biologischen Prinzipien die Weine keltert, begeisterte uns vollends. Sowohl die Fassproben als auch die fertigen Weine zeigten uns die Unterschiede der verschiedenen Lagen & Jahrgänge. Obwohl oft nur wenige Schritte voneinander entfernt, sind die Weine aus verschiedenen Parzellen sehr unterschiedlich im Charakter. Dies liegt hauptsächlich an den verschiedenen Böden, denn die klimatischen Voraussetzungen sind ja oft die gleichen, erklärte man uns mehrmals im Laufe dieser 3 Tage. Genial waren auf dem Weingut von Rossignol Trappet vor allem der Gevrey Chambertin Clos Prieur 1er Cru (Fassbrobe 2013 und 2010 aus der Flasche) sowie der 2007 Chapelle Chambertin Grand Cru. Beide Weine finden Sie vermutlich bald auf der Weinkarte des Chasa Montana.

 

Haben Sie nun Lust auf Burgunderweine bekommen? Es würde uns sehr freuen, wenn wir unsere Erfahrungen im Chasa Montana Hotel & Spa mit Ihnen teilen und Ihnen unsere Sommeliers bald einen dieser edlen Tropfen servieren dürften.

 

Abschliessend möchte ich mich bei Markus Wilhelm (www.interzegg.ch) und Gérard Ligibel (www.ruli-vins.ch) recht herzlich für die Unterstützung und Organisation der Reise bedanken und…

 

…nach der Reise ist auch vor der Reise. Wir planen bereits für Mai 2015!

 

Daniel Eisner

Gastgeber & Diplom-Sommelier

Chasa Montana Hotel & Spa

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